Zu laut! Landratsamt Coburg legt drei GE-Windräder still

Es handelt sich um Windkraftanlagen der Firma General Electric vom Typ GE 2.75-120 NH0139m

Sonnefeld [Landkreis Coburg, Bayern] – Das Landratsamt Coburg hat am Freitag per Sofortvollzug dem Betreiber des Windparks Sonnefeld bis auf Weiteres den Betrieb von drei der fünf Windräder auf dem Kraiberg untersagt. Diese Entscheidung sei aus „Verantwortung für die Bürger, die dort wohnen und unangenehmen Lärmemissionen ausgesetzt sind“, getroffen worden, begründete Landrat Michael Busch das Vorgehen seiner Behörde. Die Windstrom Sonnefeld GmbH habe das für den weiteren Betrieb eingeforderte Gutachten und Messungen trotz Fristverlängerung bislang nicht vorgelegt.

(Quelle: Neue Presse Coburg, 2018-08-03)

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Hitze und Dürre 1540: Katastrophe in Europa im Mittelalter war viel schlimmer als 2018

Das Jahr brach alle Rekorde: Entgegen bisheriger Einschätzung von Klimaforschern ist nicht der Sommer 2003 der heißeste bekannte – 1540 habe ihn bei Weitem übertroffen, schreibt die internationale Forschergruppe um Oliver Wetter von der Universität Bern

[…]

Klimamodelle können solch extreme Phasen der Witterung nicht darstellen, haben die Experten entdeckt. Auch die Jahresringe von Bäumen fallen als Indikatoren aus – denn Hitzestress stoppe das Pflanzenwachstum. Das 32-köpfige Forscherteam hat nun aber erstmals Daten aus mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa zusammengeführt, etwa Aufzeichnungen von Landwirten, Kirchen oder Schleusenwärtern – sie enthüllen Europas größte Naturkatastrophe.

(Quelle: SPIEGEL ONLINE, 2014-07-02)

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Wilnsdorf: Wieder toter Rotmilan unter Windkraftanlage

02.08.2018 – PRESSEMITTEILUNG der Naturschutzinitiative e. V. (NI)

Windindustrieanlagen auf der Kalteiche werden zur Todesfalle für den Rotmilan!

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NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) und Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) fordern das Abschalten der Anlagen auf der Kalteiche, Kreis Siegen-Wittgenstein

Erneut wurde vor kurzem auf der Kalteiche ein getöteter Rotmilan unter einer Windindustrieanlage gefunden.

„Dieses ist schon das zweite der NI bekannte Schlagopfer dieser streng geschützten Art nach 2017, das wir zufällig bei unseren Begehungen auf dem Höhenzug der Kalteiche an den bestehenden drei Windenergieanlagen (WEA) gefunden haben,“ berichtet Peter Draeger, Fachbeirat der NI aus Wilnsdorf.

„Da weder NRW noch Hessen ein systematisches Totfundmonitoring eingerichtet haben und Kadaver oft schnell durch andere Tiere fortgetragen werden, muss von einer weitaus höheren Schlagopferzahl in diesem Windindustriegebiet ausgegangen werden“, befürchtet Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Diese Befürchtung sei auch begründet, so Vollmer weiter: „Wie uns von der bundesweiten Meldestelle für Windkraft-Schlagopfer an der Vogelschutzwarte Brandenburg mitgeteilt wurde, ist die hiesige WEA mit 85 m Turmhöhe und einem Rotordurchmesser von 100 m als ein hoch schlaggefährdeter Anlagetyp einzustufen, der den Luftraum schon knapp über dem Waldschirm durchschneidet.“

Nach dem aktuellen Stand der Schlagopferdatei führen der Rotmilan mit 420 und der Mäusebussard mit 543 gemeldeten Totfunden die Schlagopferliste an. Für den Rotmilan stellen Windindustrieanlagen mittlerweile die Todesursache Nr. 1 dar. Laut aktueller „Progress-Studie“ werden jedes Jahr 1000-1200 Rotmilane durch Windindustrieanlagen getötet. Diese Zahl ist populationsgefährdend. Denn nach dieser Studie ist es absehbar, dass bei einem weiteren Windkraftausbau die Nachwuchsrate unter die Totschlagsrate sinkt (zusätzlich zu den anderen Todesursachen) und wir langfristig die streng geschützte Art Rotmilan verlieren werden.

Zu beachten ist, dass es sich bei der Schlagopferdatei ohnehin nur um eine Sammlung von Zufallsfunden handelt (derzeit 3771 Einträge), da nur wenige von offizieller Seite aus beauftragte systematische Untersuchungen zu Schlagopfern nach Brandenburg gemeldet werden. Die wirkliche Zahl der in Deutschland durch WEA getöteten Vögel liegt also erheblich höher, so die NI.

„Umso mehr sind wir in Sorge“, so der ortskundige regionale Vertreter und Fachbeirat der NI, Peter Draeger, „da wir im nächsten Umfeld der Anlagen bebrütete Horste der windkraftempfindlichen Arten Schwarzstorch und Wespenbussards kennen.“

Hinzu kommt ein Hinweis auf einen im Nahbereich des „Windparks“ liegenden Rotmilanhorst über einen im Frühjahr dokumentierten Paarungsakt der Art.

„Der Bruterfolg für den Rotmilan dürfte nach dem hier berichteten Totfund wohl ausgefallen sein, denn meist wird nach dem Verlust eines Partners die Brut beim Rotmilan aufgegeben“, so Biologe Immo Vollmer, NI.

„Gerade in der aktuellen Ausflugszeit der unerfahrenen Jungtiere muss jetzt mit weiteren Totschlagsfunden beim Schwarzstorch und beim Wespenbussard gerechnet werden. Wir fordern die zuständige Kreisverwaltung Siegen/Wittgenstein auf, umgehend eine Abschaltungsverfügung zumindest für die Zeit der Ausflugsphase bis etwa Mitte September zu erlassen“, erklärte Harry Neumann, Landesvorsitzender der NI.

Bisher hat diese Kreisverwaltung die Forderungen der NI ignoriert und kommt damit ihrer Verantwortung als Wächter und Garant des Natur- und Artenschutzes nicht nach. Im Gegenteil, sie bedient nach Auffassung der NI einseitig Lobby-Interessen.

„Wir können hier aber nicht untätig zusehen, bis das nächste Schlagopfer zu beklagen ist und versuchen, die Kreisverwaltung mit gerichtlichen Mitteln zu zwingen, dem Artenschutz stärker Rechnung zu tragen. Wir sind der Auffassung, dass die hier vorliegende extreme Gefahrenlage der streng geschützten Vögel sich nicht mit dem Bundesnaturschutzgesetz, schon gar nicht mit dem europäischen Naturschutzrecht vereinbaren lässt“, so Harry Neumann, NI und Jochen Niemand, LNU.

Landesweite „Sorglos-Regelungen“, in denen z.B. in dem „Leitfaden Artenschutz und Windenergieanlagen“ der Schwarzstorch im Gegensatz zur allgemeinen fachlichen Auffassung und den Publikationen in den meisten anderen Bundesländern als generell nicht schlaggefährdet eingestuft wird, sind dabei nicht haltbar und nach Auffassung der Verbände rein politisch motiviert.

„Die Besiedlung mit diesen Arten ist ein Glücksfall für eine lebenswerte Region und diese Tiere sind genauso vor einer drohenden Gefahr zu schützen, wie wir auch versuchen, unsere Verkehrswege frei von Gefahren für Jedermann zu halten, auch wenn neue ungeplante Situationen entstehen.

Die Kalteiche ist ein „Biologischer Hotspot“ mit einer großen Anzahl an Fledermausarten im Dreiländereck, ein bedeutender Wanderkorridor u.a. für Wildkatze, Rotwild, Wolf, Wisent und Luchs und eine wichtige Drehscheibe für den genetischen Austausch.

Daher fordern wir neben einem sofortigen Betriebsstopp der auf NRW-Gebiet stehenden Anlagen auch die hessische Landesregierung und Hessen Forst auf, alle bestehenden Ausbaupläne für neue Windenergieanlagen auf der Kalteiche aufzugeben. Wir würden mit allen Rechtsmitteln dagegen vorgehen“, so Harry Neumann, Landesvorsitzender der NI und Jochen Niemand von der LNU.

Zur PM auf der Webseite der NI. Dort finden Sie auch die Ansprechpersonen für Rückfragen

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Die Siegener Zeitung berichtet

Wilnsdorf. Wieder wurde ein toter Rotmilan unter den Windkraftanlagen gefunden – nach Ansicht der Naturschutz-Initiative wieder eindeutig ein Schlagopfer.

2017 berichtete die SZ über einen in zwei Teile gerissenen Rotmilan, der Opfer der Windenergieanlagen auf der Kalteiche wurde. Nun haben Mitglieder der Naturschutz-Initiative (NI) mit Sitz im Westerwald bei ihren Begehungen auf dem Höhenzug der Kalteiche dort erneut einen toten Milan gefunden.

Weiterlesen in der Siegener Zeitung (Beitrag vom 2018-08-03)

Ebenso berichten ww-kurier und ak-kurier über den Vorfall.

Weitere Artikel zum Vogeltod durch Windkraftanlagen

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Kann die Rechenzentrumsbranche die Energiewende bewältigen?

Wenn ein sehr großes Rechenzentrum in Frankfurt 12,5 Cent pro kWh bezahlen muss und der Wettbewerb in Stockholm nur 4 Cent pro kWh, haben wir in Deutschland einen verheerenden Wettbewerbsnachteil.

[…]

Strom können wir nicht „auf Halde“ produzieren und dann konsumieren, wenn es uns passt. Wir müssen jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde genau so viel Strom erzeugen wie wir verbrauchen, sonst driftet die 50 Hz Netzfrequenz ab und einen „Blackout“ sollten wir vermeiden.

Ganzen Artikel lesen

(Quelle: Colo.Community vom 2018-07-11)

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Petition: Stopp der Zerstörung des Reinhardswaldes in Hessen durch Windkraftpläne von Grüne und CDU

Wir fordern die Hessische Landesregierung und insbesondere die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz auf, die Windkraftanlagen-Pläne im Reinhardswald in Nordhessen sofort zu stoppen.

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Weitere Beiträge zum Thema Windkraft im Reinhardswald

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Rotmilanvergrämung: Baumklopfer von Brauerschwend soll für ecoda arbeiten

Harry Neumann, Vorsitzender der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) zu den Vorfällen im Vogelsbergkreis

[Update vom 2018-07-30]

Wir gehen davon aus, dass es sich bei diesem „Gutachter“ des Planungsbüros ECODA im Auftrag der zur OVAG gehörenden Hessenenergie nicht um einen Einzelfall handelt.

Es ist hier im Ergebnis davon auszugehen, dass seit einiger Zeit im Vogelsbergkreis gezielt und systematisch daran gearbeitet wird, unter fortgesetztem Verstoß gegen § 44 BNatSchG Horste geschützter Arten zu entfernen und/oder geschützte Arten aus diesen zu vertreiben, um so ein Entgegenstehen des öffentlichen Belanges „Vogelschutz“ gegen die geplanten Windindustrieanlagen zu beseitigen. Dieser Fall, der hinsichtlich der Durchsetzung des Baus von Windindustrieanlagen bei weitem nicht der einzige und kein Ausnahmefall ist, hat dabei allerdings eine ungewöhnliche Dimension erreicht und ist zugleich damit belastet, dass die zuständigen Behörden, denen der Sachverhalt weitgehend bekannt ist, bisher nicht oder nur unzureichend eingeschritten sind.

Wir erarbeiten hierzu gerade eine Dokumentation und werden diese mit weiteren Vorfällen der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft bekannt geben.

(Quelle: Webseite der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) , abgerufen am 2018-07-30 – kein Deeplink verfügbar)

Das genannte Planungsbüro ecoda UMWELTGUTACHTEN war auch in mehreren Windkraft Genehmigungsverfahren in Ulrichstein beteiligt.

OZ berichtet über neuste Entwicklungen zum Baumklopfer-Skandal

[Update vom 2018-07-25]

Der mutmaßliche Baumklopfer im Bastwald bei Brauerschwend hat sich den Behörden gestellt. Es handelt sich um einen 37-Jährigen aus Marburg, bestätigt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen in Fulda […] Gegenüber dem HR habe der Mann sein Vorgehen bedauert und gesagt, dass es ihm nicht darum gegangen sei geschützte Tierarten bewusst zu stören. [siehe unten, HR4 Podcast] Der Vogelschutzbeauftragte des Vogelsbergkreises, Förster Axel Rockel, hatte gegenüber unserer Zeitung erläutert, dass jeder naturschutzfachliche Ausgebildete genau wisse, wie er sich zu verhalten habe.

(Quelle: Oberhessische Zeitung, 2018-07-25)

HR4 zum Baumklopfer-Skandal

[Update vom 2018-07-30]

HR4 berichtet in einem Podcast Weiterlesen

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Bitte beachten Sie den Veranstsltungskalender in der rechten Spalte

Publiziert am von Donna Quixota | Kommentare deaktiviert für Termine
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