Leserbrief von Hans Teegelbekkers, Gegenwind-Vogelsberg, im Kreisanzeiger

Sehr geehrte Frau Kneißel,

Ihre Behauptung, der gesamte Energiebedarf – Strom, Wärme,Verkehr – würden zu 31,6 v.H. aus Erneuerbaren gedeckt ist falsch. Für 2015 lag dieser Wert bei 12,6 v.H.
Wegen der volatilen Einspeisung von EE-Strom aus Wind und Sonne, korrelieren Erzeugung und Verbrauch nur äußerst selten. Daher ist eine Differenzierung zwischen den Werten erforderlich. Wenn kein Wind weht ( über 150 Tage/Jahr) und die Sonne nicht scheint (über 250 Tage/Jahr) weichen Bedarf und Erzeugung zu 100 v.H. voneinander ab.

Diese Abweichung ergibt sich mit umgekehrten Vorzeichen auch, wenn an wenigen Tagen im Jahr, Sturmtiefs Deutschland heimsuchen oder die Sonne gnadenlos scheint.

Um diese Überproduktion zu kanalisieren, postulieren Sie die Existenz von Stromspeichern. Eine ökoideologische Fiktion.

Ob Pumpspeicher oder Power2Gas etc., alle Verfahren werden an der Geografie, der Physik und den Kosten scheitern. Dies wird vor allem beim P2G-Verfahren deutlich, bei dem im Verhältnis von 4:1 eingespeister Strom vernichtet wird. Dieses irrwitzige Projekt wird den Strompreis auf über 2,- Euro/KWh ansteigen lassen. Eine volkswirtschaftliche und soziale Katastrophe!

Dass Sie in diesem Kontext dann auch noch die regionale Wertschöpfung bemühen, verdeutlicht Ihre ökoideologische Konditionierung.

Sie behaupten letztlich, dass Taschendiebstahl regionale Wertschöpfung darstellt. Genau um ein solches Geschäftsmodell handelt es sich aber bei der Umlagefinanzierung der EE. Mit 304,- Euro im Jahre finanziert jeder Bundesbürger, vom Säugling zum Greis, die Industrie der „Erneuerbaren“.

Bis 2030 werden von den Nutznießern dieses Umverteilungssystems mehr als 500 Milliarden Euro eingesammelt werden! Das ist Parasitismus!

Hans Teegelbekkers

(Ungekürzte Originalfassung)

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