Auswirkungen von zivilem Richtfunk auf Windenergievorhaben

Die Rechtsprechung zeigt, dass der Windenergienutzung aufgrund des öffentlichen Interesses an der Versorgung der Bevölkerung mit erneuerbaren Energien, ein höherer Stellenwert zugeschrieben wird, als dem zivilen Richtfunk. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass das Planungs- und Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen ohne Berücksichtigung des Richtfunks stattfinden darf. Im Konfliktfall muss anhand der Abwägung der Kosten der Anpassung des Richtfunks oder einer Verschiebung des geplanten Standorts der Windenergieanlage zugunsten einer der Konfliktparteien entschieden werden.

Quelle: EnergieDialog.NRW

Tipp von Gegenwind Vogelsberg:

Wenn sie die Vermutung haben, dass Windkraftplanungen Richtfunkstrecken beinträchtigen könnten, versuchen Sie, den Betreiber (Meist Telefónica /o2, Vodafone /D2 oder „DSL-über-Funk“-Anbieter in Gemeinden ohne DSL) ausfindig zu machen (Beschilderung am Technikcontainer) und informieren dessen Rechtsabteilumg.

Richtfunkantennen sehen ähnlich wie dicke Satellitenschüsseln aus, zeigen aber nicht schräg nach oben. Die Betreiber werden häufig erst viel zu spät oder gar nicht in das Verfahren eingebunden!

Neben einem finanziellen Schaden für den Betreiber, kann dies zu einem temporären oder gar dauerhaften Ausfall eines Handy-Netzes vor Ort führen!

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