Ulrichstein

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Gruppe Ulrichstein (Großgemeinde), Gegenwind Vogelsberg

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1. Aktuelles

Bericht aus Ulrichstein im TV
Mi., 11.01.2017 – ab 20:15 Uhr – im TV: HESSEN 3, m€x
Interview mit Ulrichsteiner Bürgerinnen und Bürgern zur Beeinträchtigung durch Windkraftanlagen

02.01.2017

Weitere Informationen folgen, bitte schauen Sie regelmäßig vorbei.

Am 03.11.2016 fand der Erörterungstermin zum Genehmigungsantrag für 3 WKA auf Köppel und Kopf nördlich von Ulrichstein statt

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Großgemeinde Ulrichstein und der angrenzenden betroffenen Ortsteile von Feldatal (Stumpertenrod, Köddingen), sowie von Engelrod.

Die 2. Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren wurde von Mitgliedern der BI mit Hilfe von Rechtsanwalt Patrick Habor und der Naturschutzinitative e. V. ausgearbeitet und am 14.10.2016 fristgerecht in der Stadtverwaltung Ulrichstein abgegeben.

Am 03.11.2016 folgte nun der öffentliche Erörterungstermin zum Bauantrag, in welchem die Antragsteller Rede und Antwort stehen mussten und Stellungnahme durch die anwesenden Einwenderinnern und Einwender mündlich und mittels Darstellungen per Beamer präzisiert werden konnte.

Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Pressemitteilung vom 30.10.2016.

Tagesordnung des Erörterungstermins als PDF herunterladen

Akutelle Beiträge der BI, der Naturschutzinitiative e. V. und der Presse zum Erörterungstermin und dem Bauantrag Köppel und Kopf finden Sie hier

Weitere Bauanträge am Köppel und weiteren Standorten nahe Ulrichstein sind in Vorbereitung!

Die drei beantragten WEA (inzwischen auf zwei reduziert) sind nur der Auftakt für eine weitere Antragsflut: Die Gemeinde Feldatal fungiert als Steigbügelhalter für die Firma MSH, welche vier Exemplare der größten On-Shore-Windkraftanlage der Welt (Gesamthöhe ca. 230 m) am Eckmannshain errichten möchte. Dabei will man sogar vor der Zerstörung des Naturdenkmals „Dicke Steine“ nicht zurückschrecken. Und letztendlich ist auch früher oder später mit Repowering-Anträgen für Alte Höhe, Ulrichsteiner Kreuz und Helpershain zu rechnen.

Also: Wehret den Anfängen. In unserer über 90 Seiten umfassenden 2. Stellungnahme haben wir mit Hilfe der Naturschutzinitative e. V. und eines Anwalts viele stichhaltige Argumente gegen das Vorhaben der Ovag vorgebracht. Diesen wurde im Erörterungstermin noch einmal Nachdruck verliehen.

Um unsere Kräfte zu bündeln, die Kommunikation zu beschleunigen und die Vorbereitung der erforderlichen Klage im Falle einer Genehmigung einzuleiten, bitten wir Sie, sich unter gegenwind-ulrichstein@gmx.de bei uns zu melden.

Für die Anwaltskosten benötigen wir finanzielle Unterstützung. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie sich beteiligen möchten.

Die BI Gegenwind Vogelsberg, die Gruppen Großgemeinde Ulrichstein und Stumpertenrod im Arbeitskreis „Eckmannshain“.

Karte mit geplanten Windkraftanlagen und Abständen zu Siedlungen - zum Vergrößern bitte anklicken

Karte mit geplanten Windkraftanlagen und Abständen zu Siedlungen – zum Vergrößern bitte anklicken

Ein paar Eckdaten zur Vorgeschichte:

Im Jahr 2013 stellten Ovag und Bohn GbR unterstützt durch die Stadt Ulrichstein als Steigbügelhalter einen Antrag nach Bundesimmissionsschutzgestz (BImSchg) zur Errichtung von zunächst vier WKA Enercon E101 an Kopf und Köppel (Eckmannshain), ca. 1 km nördlich von Ulrichstein.

Im Jahr 2014 wurde die Errichtung der WEA 2 aufgegeben.

Des Weiteren bereitet seit mehreren Jahren die Firma MSH über den Projektierer iTerra Wind direkt auf der nördlich daran angrenzenden Fläche die Errichtung von Windkraftanlagen vor. Steigbügelhalter ist hier die Gemeinde Feldatal, die allerdings nun wesentlich weniger Pacht erhalten soll, als eigentlich vertraglich zugesichert war. (Akuteller Artikel aus der Alsfelder-Allgemeinen vom 22.10.2016)

Letzter Stand ist, dass vier Windkraftanlagen vom Typ Nordex N131 (z. Z. größte Onshore-Windkraftanlage der Welt: 230 m Gesamthöhe, 131 m Rotordurchmesser!) errichtet werden sollen. Eine dieser Windkraftanlagen soll direkt am Naturdenkmal „Dicke Steine“ errichtet werden – wie auch im Artikel der Alsfeder Allgemeinen zu lesen ist. Das ist so nah, dass das wagerecht ausgestreckte Rotorblatt bei entsprechender Windrichtung über dem Denkmal stehen wird!

Für das Verfahren von Ovag/Bohn erfolgte Ende Juni 2016 die Offenlage.

Die Stadt Ulrichstein stellte aber rechtswidrig während der Offenlage von den vier offenzulegenden Ordnern mit insgesamt ca. 2.000 Seiten nur den unwichtigsten Ordner (Annexverfahren zur Infrastruktur Wege und Stromtrasse, ca. 180 Seiten) zur Offenlage bereit.

Die Offenlage musste daher im September/Oktober wiederholt werden. Hierzu gaben wir – diesmal zusammen mit der Naturschutzinitative e. V. – erneut eine Stellungnahme ab.

Siehe auch:

Weitere Informationen zur Offenlage entnehmen Sie bitte auch der Bekanntmachung des RP-Gießen

Eine Stellungnahme der Stadt Ulrichstein zu dem Vorfall gibt es bis heute nicht. Aber hier ist man ja nichts anderes gewohnt. Herr Schneider scheint sich seiner Wiederwahl so sicher zu sein, dass er es nicht für nötig hält. Oder er will gar nicht wiedergewählt werden und ist amtsmüde?

Es wird langsam Zeit, dass SPD und AK ihre Bürgermeisterkandidaten vorstellen!

Pressemeldung der Gruppe Ulrichstein vom 03.03.2016

Erneutes Rotmilan Opfer – Weitere Windkraftanlagen nach Ulrichstein?

BI wehrt sich gegen Windkraft-Planungen von 8 Windkraftanlagen an Eckmannshain, Köppel und Kopf nördlich von Ulrichstein

Die Bürgerinitiative Gegenwind Vogelsberg, Gruppe Ulrichstein, begrüßt, dass die Vorrangfläche Markhohl bei Feldatal aus Vogelschutzgründen nicht mehr bebaubar sein soll. Sie weist jedoch darauf hin, dass weiterer Windkraftwildwuchs in den Gemeinden Feldatal und Ulrichstein unmittelbar bevor steht. Und dies, obwohl die geplanten Vorrangflächen Eckmannshain (Stumpertenrod) und Kopf/Köppel (Ulrichstein) innerhalb des EU-Vogelschutzgebietes Vogelsberg liegen und mindestens ebenso gute Gründe gegen eine Ausweisung der Gebiete als Vorrangflächen sprächen. Dies umso mehr, als im direkt angrenzenden Windpark Platte am 21.02.2016 ein weiterer Rotmilan gefunden wurde, der nachweislich von einer Windkraftanlage erschlagen worden sei. Das Schlagopfer habe man zwischenzeitlich der Totfundkartei beim zuständigen Landesamt für Umwelt in Brandenburg gemeldet, Anzeige erstattet und eine Obduktion veranlasst.

Eine Windkraftanlage in der Windfarm Platte bei Ulrichstein trennte diesem Rotmilan den rechten Flügel ab und tötete ihn

Eine Windkraftanlage in der Windfarm Platte bei Ulrichstein trennte diesem Rotmilan den rechten Flügel ab und tötete ihn

Damit wurden bisher mindestens 11 tote Rotmilane im Gemeindegebiet der Stadt Ulrichstein aufgefunden, die an Windkraftanlagen erschlagen wurden. Dabei seien noch gar nicht alle bekannten Funde in der Statistik eingetragen worden und die Dunkelziffer liege sehr wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.

Der Vorfall liefere ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei den Flächen um Ulrichstein und generell im EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg um sehr sensible Gebiete handele. Der Windpark „Platte“ sei aus diesen Gründen aus heutiger Sicht auch nicht mehr genehmigungsfähig. Daher finde sich die Fläche „Platte“ – obwohl erst vor 3 Jahren repowert – nicht mehr im aktuellen Entwurf des Teilregionalplans Energie für Mittelhessen. Es sei daher völlig unverständlich, dass im direkt angrenzenden Bereich Eckmannshain und Kopf/Köppel trotz Rotmilanvorkommen insgesamt acht weitere Windkraftanlagen nördlich von Ulrichstein geplant seien. Die Abstände des neuen Helgoländer Papiers für den Rotmilan von 1.500 m seien einzuhalten.

Zusätzliche Belastungen drohten  durch die folgenden anhängigen Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz: in der Steinbach (Bobenhausen/Höckersdorf), Zwirnberg (Feldkrücken), Kopf/Köppel (Ulrichstein) und Eckmannshain (Stumpertenrod, Verfahren in Vorbereitung).
Darüber hinaus seien Repowering-Maßnahmen am Ulrichsteiner Kreuz, Alte Höhe (Wohnfeld) und Helpershain geplant.

Das stets vorgebrachte Argument der finanziellen Einnahmen durch Windkraft könne laut BI nicht über die Interessen von Mensch und Tier gestellt werden. Es sei ohnehin fraglich, ob der geplante Windpark Eckmannshain wirtschaftlich betrieben werden könne, da sich die Anlagen auf der windabgewandten Seite (im Lee) des Eckmannshains bzw. in Tallage befänden und damit diesen Eingriff nicht rechtfertigen würden. Das zeige sich auch darin, dass die Firma MSH die der Gemeinde Feldatal vertraglich zugesicherte Pacht mindern wolle.

Die Bevölkerung bekäme viele fragwürdige Vorgänge überhaupt nicht mit. So würden z. B. öffentliche Gelder für die Ausweisung von Geotopen aufgewendet und ein neues Vulkaneum als Gesamtkonzept in Schotten erbaut. Direkt neben dem Geotop „Dicke Steine“ bei Stumpertenrod werde aber eine weitere Windkraftanlage geplant, was sich als weiterer Sargnagel für den Tourismus erweisen werde. Es sei abschließend die Frage erlaubt, ob die Anwohner von Ulrichstein, Helpershain, Stumpertenrod und Köddingen ausreichend und neutral über die zu erwartenden dauerhaften Belastungen informiert wurden.

Die BI ruft die Feldataler Bevölkerung auf, am Bürgerentscheid teilzunehmen und sich gegen das Projekt auf der Markhohl zu entscheiden – also mit „Ja“ zu stimmen: Gerade weil hier die Entscheidung wohl bereits vorweggenommen wurde, strahle der trotzdem stattfindende Entscheid auch auf das Vorhaben Eckmannshain aus und habe somit Auswirkungen über die Grenze der Gemeinde Feldatal hinaus, stellt die BI abschließend fest.
Für weitere Informationen steht sie per Email unter info@gegenwind-vogelsberg.de gerne zur Verfügung.

Bürgerinitiative Gegenwind Vogelsberg, Gruppe Ulrichstein

 

Stadtverordnetensitzung Stadt Ulrichstein

Thema Windenergie, Teilregionalplan und Trinkwasser
Donnerstag, 15.10.2015, 20.00 Uhr

Ulrichsteiner Kreuz: Windkraftanlage der Firma VWE Bohn in illegaler Bauweise in Wasserschutzgebiet errichtet – Brunnen müssen wohl stillgelegt werden

Ob die Verunreinigung des Trinkwassers in 2014 Ulrichstein durch die Windkraftanlage verursacht wurde, ist noch nicht geklärt.

Dies ist aber auch letztendlich egal, da laut eines Schreibens der Umweltministerin (Land Hessen) Priska Hinz die Trinkwasserbrunen am Ulrichteiner Kreuz wegen einer mit illegalem Fundament errichteten Windkraftanlage wohl nicht weiter für die Trinkwassergewinnung genutzt werden dürfen.

Lesen Sie mehr

News zum Teilregionalplan Energie in Mittelhessen

Gemäß Vorabveröffentlichungen werden folgende Windkraft-Vorranggebiete in die zweite Offenlage des TRP eingehen. Das Gemeindegebiet Ulrichstein wird mit deutlich mehr und insbesondere größeren Windkraftanlagen bestückt:

  • Kopf und Eckmannshain – Neuausweisung – Ulrichstein, Helpershain, Stumpertenrod (VRG 5136)
  • Ulrichsteiner Kreuz – Repowering (VRG 5148)
  • Goldener Steinrück, Helpershain – Repowering (VRG 5137)
  • Alte Höhe, Wohnfeld- Repowering (VRG 5145)
  • Nicht zu vergessen sind Windkraftgebiete in den angrenzenden Gemeinden direkt an der Grenze (Feldatal, Eckmannshain und Lautertal, Engelrod), deren Auswirkungen an einer Gemeindegrenze natürlich nicht plötzlich verschwinden.

Bestehende Anlagen, für welche keine Neuausweisung erfolgt, werden im Teilregionalplan bezüglich des Zwei-Prozent-Ziels nicht mitgezählt, sie genießen aber Bestandsschutz, d. h. das z. B. die Anlagen auf der Platte und die neuen bei Helpershain noch fast 30 Jahre laufen können, obwohl die Fläche nicht mehr als Vorranggebiet ausgewiesen ist. Wenn jemand also nur die „grünen“, auszuweisenden Flächen betrachtet und dann jammert, es würde ja fast alles wegfallen, ist das Augenwischerei und Jammern auf extrem hohen Nieveau und ist ein weiterer Baustein bezüglich der Indoktrination und Manipulation der Bevölkerung.

Genauso die Aussage, dass „kein Repowering möglich sei“. Diese ist falsch. Repowering ist nach dem jetzigen Plan auf der Alten Höhe – Wohnfeld, im Goldenen Steinrück – Helpershain und am Ulrichsteiner Kreuz möglich. Die Windfarm Platte und ein Teil des Goldenen Steinrücks wurden bereits repowert und diese Anlagen genießen wie gesagt Bestandsschutz.

Die Stadt Ulrichstein käme also bei der derzeitigen Lage sehr gut weg. Warum sie eine Klage gegen den Teilregionalplan angekündigt hat und noch mehr Geld für die Windkraft für Anwalts und Gerichtskosten zum Fenster rauswirft, ist daher nicht nachvollziehbar.

Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

Bürgerversammlung

Am Freitag, 29.05.2015 um 20:00 Uhr
findet im DGH Rebgeshain, Fellweg 3 a
eine Bürgerversammlung für die Großgemeinde Ulrichstein statt

Als Themen werden die gesplittete Abwassergebühr, Breitbandausbau, Haushaltssituation mit Erhöhung der Grundsteuerhebesätze u. a. genannt.

Aus einem Treffen am vergangenen Mittwoch des Regierungspräsidiums Gießen mit Windkraftprojektierern und Naturschutzverbänden dringt die Information durch, dass die folgenden Windfarmen zur Bebauung, bzw. zum Repowering freigegeben werden sollen:

  1. Ulrichstein/Helpershain/Stumpertenrod:
    Köppel (Eckmannshain) und Kopf
    Neubau von drei Windkraftanlagen auf Ulrichsteiner Seite und drei weiteren WKA auf Feldataler Seite (Nordhang des Eckmannshain)
  2. Wohnfeld/Altenhain
    Windfarm Alte Höhe
    Ggf. Vorzeitiger Rückbau der bestehenden Anlagen und Repowering mit größeren Anlagen
  3. Helpershain, Goldener Steinrück:
    Repowering mit größeren Anlagen
  4. Feldkrücken/Oberwald/Zwirnberg:
    „Eigentlich“ ist der Zwirnberg wohl aus der Planung raus.
    Die Planer wollen aber noch mal „Argumente liefern“.

Bitte nehmen Sie an der Veranstaltung teil. Über Ihr Feedback freuen wir uns.

 

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Jahr 2014

Genehmigungsanträge für Windkraftanlagen in Ulrichstein/Helpershain (Kopf/Köppel) und Unter-Seibertenrod/Bobenhausen (Steinbach) durch die HessenENERGIE gestellt / Kommentierung der Bürgerversammlung

2. Gegendarstellung der Gegenwind Vogelsberg, Gruppe Ulrichstein

Ulrichstein, 20.11.2013

Unter folgendem Link können Sie die Gegendarstellung der BI Gegenwind Vogelsberg, Gruppe Ulrichstein inklusive Belegdokumente herunterladen:

Gegendarstellung inklusive Belegdokumente

Die Gegendarstellung bezieht sich auf die Schmährede von Bürgermeister Edwin Schneider in der Stadtverordnetensitzung vom 01.11.2013, welche anschließend auch in der lokalen Presse veröffentlicht wurde.

Unsere Gegendarstellung können Sie auch in der Printausgabe der Alsfelder Allgemeinen vom Mittwoch, 20.11.2013 lesen.

 

3. Historisches

Gegründet wurde die heutige Gruppe im Frühjahr 2012 zunächst als „Gruppe Feldkrücken“. Im Herbst 2012 gründete sich die „Gruppe Ulrichstein (Kernstadt)“.

Im Vorfeld der Informationsveranstaltung der BI Gegenwind Vogelsberg in der Gaststätte Groh am 11.01.2013 wurden die Gruppen Feldkrücken und Ulrichstein zur „Gruppe Ulrichstein (Großgemeinde)“ zusammengelegt. Seit der Infoveranstaltung kamen immer mehr interessierte Einwohnerinnen und Einwohner – auch aus weiteren Ortsteilen Ulrichsteins – hinzu.

Hintergrundinformationen zu den Windvorranggebieten des Teilregionalplans und den gewünschten Flächen der Stadt Ulrichstein und der angrenzenden Gemeinden

Ulrichstein, März 2013, aktualisiert am 05.12.2013

Hintergrund ist, dass wir uns nicht mit dem weiteren Bau von Windkraftanlagen in unserem Vogelsberg und damit der Zerstörung des Naturparkes abfinden wollen und können.

Sie müssen wissen, dass im Vogelsberg bereits 75 % aller im Regierungsbezirk Mittelhessen existierenden Anlagen stehen – das sind zum aktuellen Zeitpunkt 196 Anlagen. Davon wiederum befinden sich ca. 50 Anlagen alleine im Gemeindegebiet Ulrichstein.

Unserer Meinung nach reicht das definitiv, doch viele Vogelsberger Bürgermeister/-innen und städtischen bzw. gemeindlichen Mandatsträger sehen unter dem Deckmantel der Energiewende dieselbe als gefährdet an, wenn keine weiteren Windparks mehr entstehen – tatsächlich geht es dabei jedoch um Profit für Einzelne. Die Belastungen durch diese Industrieanlagen müssen dann alle Einwohner/-innen ertragen – auch die, die sich nicht finanziell daran beteiligen können oder wollen.

In den städtischen und gemeindlichen Gremien erhalten kritische Stimmen keinen Raum. In Ulrichstein ist es so, dass eine im Mai 2012 von Feldkrückern Bürgerinnen und Bürgern und im Mai 2013 erneut von Ulrichsteiner Bürgerinnen und Bürgern geforderte Bürgerversammlung zum Thema Windkraft erst jetzt im Dezember 2013 – und auch nur aufgrund von erhöhtem Druck seitens der BI Gegenwind – endlich durchgeführt wird.

Zuvor wurde die Bürgerversammlung mit faulen Ausreden immer wieder verschoben und es wurde derweil versucht, mittels Anträgen nach Bundesimmisionsschutzgesetz ohne Beteiligung der Öffentlichkeit (Zwirnberg bei Feldkrücken), Städtebaulichen Verträgen mit Investoren und Projektierern (Zwirnberg, Köppel/Kopf bei Ulrichstein/Helpershain und Steinbach bei Seibertenrod/Bobenhausen) etc. unumkehrbare Fakten zu schaffen.

Wenn Bestandsflächen, Teilregionalplan und die über diesen Plan hinausgehenden Wünsche der Stadt und angrenzender Gemeinden alle verwirklicht würden, fänden in diesen Vorranggebieten insgesamt rechnerisch die folgende Menge an Anlagen Platz.

Ergänzung/Hinweis vom 05.12.13:

Auf der Bürgerversammlung am 04.12.13 wurden endlich die Planungen konkretisiert dargestellt. Wir werden diese Aufstellung in den nächsten Tagen an die Gegebenheiten anpassen. Dies benötigt Zeit für Berechnungen etc. Die folgende Aufstellung bescheibt, was Stand Ende 2012/Anfang 2013 gewünscht und ggf. möglich gewesen wäre und von uns mühevoll zusammengetragen werden musste, weil Informationen fehlten.

Diese Aufstellung ist weiterhin bemerkenswert, indem aufgezeigt wird was die Stadt im „Idealfall“ (im Sinne der Stadt) den Bürgern zumuten wollte:

Windpark bzw. Windvorranggebiet

Anlagen Bestand und Planung

Ulrichstein, Platte

8

Ulrichstein, Köppel und Kopf

10

Ulrichsteiner Kreuz

6

Feldkrücken, Zwirnberg bis ulrichsteiner Kreuz

9

Bobenhausen, Seibertenrod, In der Steinbach

8

Wohnfeld/Kölzenhain, Alte Höhe

5

Helpershain, Goldener Steinrück

14

Unter-Seibertenrod, Wolkenbrust (am Biehnes)

4

Summe der Anlagen (alle Gesamthöhe von 180-200 m ggf. mehr)

64

Zuzüglich: Rebgeshain, Altbestand (wird nicht repowert)

+4 = 68

Zuzüglich angrenzende Windparks in Nachbargemeinden:
Stumpertenrod Köppel/Eckmannshain + Köddingen kl. Vogelsberg

14

Meiches/Engelrod/Dirlammen

15

Ober-Ohmen, Biehnes

12

Höckersdorf

5

Summe Anlagen angrenzende Windparks

46

Summe aller Anlagen
(alle mit 180-200 m Gesamthöhe, außer 4 Altanlagen Rebgeshain)

114

 

Für die rechnerische Ermittlung wird folgendes zu Grunde gelegt:

Rein mathematische Berücksichtigung der Vorranggebietsfläche bzw. des Flächennutzungsplans (d. h. dass ggf. Hindernisse wie Richtfunkstrecken nicht berücksichtigt wurden). Bestandsanlagen Enercon E82-E2 (wie z. B. Auf der Platte) bzw.  angenommene Neuanlagen vom Typ Enercon E101 (Rotordurchmesser 101 m, Nabenhöhe 149 m, Gesamthöhe 200 m) mit einer Abstandsellipse mit dem 6fachen Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung (West-Südwest) und dem 3,5fachen Rotordurchmesser  in Nebenwindrichtung.

Sie sehen, es ist höchste Zeit zu handeln. Machen Sie mit!

Sie erreichen uns per Email unter: Emailadresse Gegenwind Ulrichstein

Wer nicht handelt, riskiert, dass es in Ulrichstein bald so aussieht:

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Die Großgemeinde Ulrichstein besteht aus neun Stadtteilen:

Ulrichstein, Feldkrücken, Kölzenhain, Bobenhausen II, Wohnfeld,
Unter-Seibertenrod, Ober-Seibertenrod, Helpershain, Rebgeshain